40 Pfennig
Numero 2224
Ausgabe vom Freitag, den 23. Juni 2017

Was habe ich eigentlich gegen Bücher?

Von Professor Xanathon

Damit sind gedruck­te Bücher gemeint… Die Ant­wort ist so ein­fach wie kurz: nichts!

Bei mir ste­hen hau­fen­wei­se davon in Rega­len her­um und selbst­ver­ständ­li­ch machen Bücher gemüt­li­ch, ver­schaf­fen eine tol­le hap­ti­sche Erfah­rung und sind irgend­wie sexy. Ich lese seit ich den­ken kann, und Bücher haben mir unge­zähl­te schö­ne Stun­den ver­schafft.

Doch kom­men wir zum eigent­li­chen Anlie­gen die­ses Arti­kels: es geht mir bei die­sem Pro­jekt nicht ein­mal ansatz­wei­se dar­um, “gegen Bücher” zu sein, ganz im Gegen­teil. Per­sön­li­ch sehe ich aber in einer Koexis­tenz aus eBooks und Print­aus­ga­ben eine Men­ge Vor­tei­le und kann nicht ver­ste­hen, war­um so vie­le Leser eBooks nicht nur rund­her­aus ableh­nen, son­dern gera­de­zu ver­teu­feln. Seit ich einen eRe­a­der habe, möch­te ich das nie mehr mis­sen, denn der Mehr­wert ist erstaun­li­ch: ich kann zu jeder Zeit tau­sen­de Bücher (und ande­re Tex­te) mit mir her­um­tra­gen und gou­tie­ren. Über­all wo ich über einen Com­pu­ter oder auch nur ein offe­nes WLAN Inter­net-Zugriff habem, kom­me ich an mei­ne kom­plet­te e-Bücher­samm­lung, denn die liegt ver­schlüs­selt in der Cloud und ist dank Drop­box auf meh­re­ren Rech­nern gespie­gelt, so dass ein Daten­ver­lust nahe­zu aus­ge­schlos­sen wer­den kann.

Ich kann ins eBook Anmer­kun­gen und Noti­zen schrei­ben, was ins­be­son­de­re für das Ver­fas­sen von Rezen­sio­nen ein unbe­schreib­li­ch coo­les Fea­ture dar­stellt. Ich kann legal kos­ten­los ange­bo­te­ne Tex­te wie Fan­zines, Fan­fik­ti­on, Spe­cial Inte­rest-Tex­te aus der gan­zen Welt oder Cory Doc­to­rows Roma­ne nach dem Her­un­ter­la­den sofort lesen, ohne dar­auf war­ten zu müs­sen, dass mir jemand erst was mit irgend­ei­ner Post per Kut­sche zuschickt.

Es geht hier in keins­ter Wei­se um ein Shoo­tout Buch gegen eBook. Es geht aller­dings sehr wohl dar­um auf­zu­zei­gen, dass eBooks unschätz­ba­re Vor­tei­le haben und fried­li­ch mit ihren gedruck­ten Pen­dants ko-exis­tie­ren kön­nen. Und es geht dar­um, wie leicht es für jeder­mann und jeder­frau eigent­li­ch ist, selbst eBooks zu publi­zie­ren — zumin­dest was den rein tech­ni­schen Vor­gang des Erstel­lens angeht.

Jetzt kla­rer? :o)

Bild: Buch mit Bril­le, gemein­frei

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2 Kommentare

  1. Wun­der­bar for­mu­liert, dem schlie­ße ich mich an!
    Ich ver­ste­he auch nicht, war­um so vie­le Leu­te gegen die Mög­lich­kei­ten wet­tern, die Ebooks und Co bie­ten.
    http://sarasalamander.de/kommentare/laudatio.…1847/
    das waren mei­ne Gedan­ken dazu, und ich freue mich, wenn ich woan­ders immer ent­de­cke, wie jemand sich für Bücher UND Ebooks stark macht :-)

    So, und jetzt geh ich wei­ter sur­fen, ich lie­be Steam­punk und bin mal gespannt, auf was ich hier noch alles sto­ße ;-)

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