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Numero 2228
Ausgabe vom Dienstag, den 27. Juni 2017

Steampunk? Gaslicht?

Von Professor Xanathon

Wie ich fest­stel­len muss, besteht mög­li­cher­wei­se noch etwas Erklä­rungs­be­darf hin­sicht­li­ch der Gen­res für die neue Aus­schrei­bung. Was man sich unter Steam­punk vor­zu­stel­len hat, dür­fe vie­len Besu­chern die­ser Sei­te geläu­fig sein, es sei aller­dings noch ein­mal auf mei­ne kur­ze Ein­füh­rung und Erläu­te­rung hin­ge­wie­sen.

Der Begriff Gas­licht kommt unter ande­rem vom eng­li­schen “Gas­lamp Fan­ta­sy” und bezeich­net in unse­rem Fall Schau­er­ge­schich­ten, wie sie im 18. und frü­hen 19. Jahr­hun­dert beliebt waren — man kann Bei­spie­le aber auch bis ins frü­he 20. Jahr­hun­dert fin­den; pro­mi­nen­tes­ter Ver­tre­ter des Gen­res ist ver­mut­li­ch Bram Sto­kers “Dra­cu­la”, zu nen­nen wären aber auch bei­spiels­wei­se Mary Shel­leys “Fran­ken­stein” oder Wal­po­les “Das Schloss von Otran­to”. Wobei anzu­mer­ken ist, dass “Gas­lamp Fan­ta­sy” ein neu­er Begriff ist, der von Phil Foglio im Zusam­men­hang mit sei­nen “Girl Genius”-Comics erfun­den wur­de, pas­sen­der ist “Got­hic Fic­tion” oder “Schau­er­li­te­ra­tur”.

Im Kon­text der Aus­schrei­bung wer­den Schau­er­ge­schich­ten im Stil der klas­si­schen “Got­hic Novel” gesucht, mit Steam­punk-Ele­men­ten ange­rei­chert wer­den. Das soll­te bedeu­ten, dass der Steam­punk-Anteil hier ein maß­geb­li­cher Teil der Geschich­te ist, durch die der Got­hic-Aspekt im Ver­gleich zu den “her­kömm­li­chen” Schau­er­ge­schich­ten ergänzt wird und ohne den die Sto­ry nicht funk­tio­nie­ren wür­de. Neben dem Ersin­nen ganz neu­er Geschich­ten wäre es also auch denk­bar, eine bekann­te Sto­ry (deren Urhe­ber­rech­te aller­dings abge­lau­fen sein müs­sen) mit Steam­punk-Ver­satz­stü­cken zu ver­se­hen.

Mög­li­ch wären bei­spiels­wei­se Geis­ter­jä­ger, die Erschei­nun­gen mit pseu­do­wis­sen­schaft­li­chen Mit­teln und Appa­ra­tu­ren auf die Pel­le rücken (und schei­tern?), viel­leicht Spuk­ge­stal­ten die auf Luft­schif­fen umge­hen oder Pol­ter­geis­ter, die Uhr­werk-Auto­ma­ten besee­len.

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